Der Abend brachte nicht die drei Punkte, die sich die Fortuna und ihre Fans erhofft hatten. Im Heinz-Dettmer-Stadion trennte sich Düsseldorf torlos vom SV Meppen. Das Ergebnis steht fest: 0:0. Das Spielgefühl bleibt jedoch frustrierend, denn die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune hatte den Sieg klar in der Hand.
Es war eine Geschichte der verpassten Gelegenheiten. Schon in der ersten Halbzeit schufen Yannick Engelhardt und seine Mitspieler fünf klare Großchancen. Mal stand der Ball einen Meter vor der Linie, mal setzte sich ein Stürmer im Eins-gegen-Eins durch. Doch jedes Mal war Julius Pünt, der Torwart der Gastgeber, ein Stück schneller oder besser. Er war die entscheidende Figur auf dem Platz und rettete seiner Mannschaft mindestens einen Punkt.
Im zweiten Spielabschnitt setzte Fortuna das gleiche Bild fort. Sie hatte das Spiel fest unter Kontrolle, besaß den Ball und drängte Meppen in die eigene Hälfte. In der 60. Minute bot sich Filimon Gerezgiher eine goldene Doppelmöglichkeit. Sein erster Schuss fand Pünt, der Nachschuss verfehlte das Tor. Es war symptomatisch für einen Abend, an dem der letzte Pass oder die Abschlussruhe fehlte.
Dann kam der große Schreckmoment für Düsseldorf kurz vor Schluss. Beim einzigen gefährlichen Konter der Meppener verlor Torhüter Luis Lord den Ball, glücklicherweise traf Niclas Nadj nicht ins leere Tor. Es war eine Warnung, die das Unentschieden festigte. Am Ende hatte Fortuna über 60 Prozent Ballbesitz und deutlich mehr Torschüsse, aber null Tore in der Wertung.
Für die Fortuna bedeutet dieses Remis einen herben Rückschlag im Aufstiegsrennen der 3. Liga. In einer engen Tabellensituation hätten die drei Punkte wichtig für die oberen Plätze sein können. Stattdessen muss man sich mit einem Punkt aus der Fremde begnügen, während die Konkurrenz womöglich davonzieht.
Die Analyse ist einfach und schmerzhaft. Die Chancenverwertung war das entscheidende Problem. Das Mittelfeld um Tim Oberdorf schuf die Gelegenheiten, aber vorne fehlte die kalte Effizienz. Trainer Thioune wird in den kommenden Trainingseinheiten sicherlich an der Abschlussschärfe arbeiten. Ein Glück für Düsseldorf war die Defensive, die bis auf den einen Patzer sicher stand und so wenigstens den Nullpunkt sicherte.
Die Fans, die mit nach Meppen gereist waren, unterstützten ihre Mannschaft bis zum Schluss, mussten aber eine enttäuschende Heimreise antreten. Jetzt gilt es, nach vorne zu schauen. Das nächste Spiel bietet die Chance, den Fehler wieder gutzumachen und die vergangenen Chancen endlich zu verwerten.
- Verpasste Gelegenheiten
- Entscheidende Figur: Julius Pünt
- Dominanz im Spiel
- Chancenverwertung als Problem
- Starke Defensive
- Unterstützung der Fans
| Team | Ballbesitz (%) | Torschüsse | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Düsseldorf | 60 | mehr | 0 |
| Meppen | 40 | weniger | 0 |