Frankfurt: Historischer 11:0-Sieg im DFB-Pokal
Ein historischer Tag für die Eintracht Frankfurt und ein Tag, der den Fußballfans in der Mainmetropole noch lange in Erinnerung bleiben wird. In der ersten Runde des DFB-Pokals schrieb der Bundesligist am Mittwochabend im Krefelder Grotenburg-Stadion Geschichte. Gegen den chancenlosen Fünftligisten SC St. Tönis vom Niederrhein gelang der Adi-Hütter-Elf mit einem 11:0 (10:0) der höchste Sieg der Vereinsgeschichte in diesem Wettbewerb.
Die Zahlen sprechen für sich und machen die historische Dimension deutlich. Eine 10:0-Führung zur Halbzeit ist ein Rekord in der langen Geschichte des DFB-Pokals. Höher haben die Frankfurter, deren Pokalgeschichte bis ins Jahr 1935 zurückreicht, noch nie gewonnen. Damit setzt sich eine erfolgreiche Phase der Eintracht in diesem Wettbewerb fort, nachdem man in den letzten Jahren mehrfach das Halbfinale erreichte.
Die Partie war von der ersten Minute an eine klare Angelegenheit. Der SC St. Tönis, trainiert vom Ex-Profi Bekim Kastrati, zeigte zwar Einsatz, war aber der Schnelligkeit, der Präzision und der überlegenen Spielkultur des Bundesligisten in keinem Moment gewachsen. Bereits in der vierten Minute erzielte Jonathan Burkardt nach einem Eckball von Can Uzun mit einem Kopfball das 1:0 und legte damit den Grundstein für den Kantersieg.
Die Frankfurter ließen ihrem favorisierten Gegner keine Luft zum Atmen. Spieler, die Tore erzielten:
- Jonathan Burkardt
- Robin Koch
- Ayoube Amaimouni-Echghouyab
- Can Uzun
- Elias Baum
- Kapitän Mario Götze
In der zweiten Hälfte nahm die Eintracht, wie zu erwarten war, das Tempo deutlich heraus. Die Mannschaft kontrollierte das Spiel mühelos, ohne weiteres unnötiges Risiko einzugehen. Der SC St. Tönis kämpfte weiter und konnte insbesondere dank einiger guter Paraden seines Torhüters Simon Sell weitere Treffer verhindern. Erst in der 87. Minute stellte Fares Chaibi mit einem sehenswerten Distanzschuss den endgültigen 11:0-Endstand her.
Für die Eintracht war dieses Spiel mehr als nur der sichere Einzug in die zweite Runde. Es war ein perfekter Saisonauftakt für den weiteren Pokalweg und ein wichtiges Signal an die eigene Fanschaft. Trainer Adi Hütter konnte seine gesamte Mannschaft einsetzen und wichtige Spielpraxis sammeln lassen. Besonders die jungen Talente der Eintracht, wie der erst 19-jährige Can Uzun, zeigten dabei überzeugende Leistungen.
Für den SC St. Tönis bleibt trotz der deutlichen Niederlage der Stolz, überhaupt erstmals in der Vereinsgeschichte in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals gestanden zu haben. Das Erlebnis vor über 10.000 Zuschauern im ausverkauften Grotenburg-Stadion und die Einnahmen aus dem Spiel werden den Amateurverein aus Nordrhein-Westfalen nachhaltig stärken.
| Teams | Ergebnis |
|---|---|
| Eintracht Frankfurt | 11 |
| SC St. Tönis | 0 |
Die Frankfurter Fans können sich nun auf die Auslosung der zweiten Runde freuen. Mit der historischen Leistung im Rücken und dem gestärkten Selbstvertrauen geht die Eintracht als ernstzunehmender Anwärter auf den Pokalerfolg in die nächste Phase des Wettbewerbs. Die Erinnerung an diesen 21. August 2026 in Krefeld wird in Frankfurt sicherlich noch lange lebendig bleiben.