Ein dramatischer Überfall auf einen Geldtransporter hat am Mittwochnachmittag für einen Großeinsatz der Polizei im Berliner Stadtteil Lankwitz gesorgt. Vor einem Supermarkt an der Gallwitzallee wurde der Geldtransporter überfallen, eine Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes erlitt einen Schock und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Laut Polizeiangaben wurde bei der Tat mit einer Waffe gedroht. Die mutmaßlichen Täter sind flüchtig, die genaue Beutehöhe und der präzise Tatablauf werden noch ermittelt.
Der Vorfall ereignete sich gegen 14:30 Uhr in unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums an der Gallwitzallee, einer stark frequentierten Einkaufsstraße im Süden Berlins. Zeugen berichten von mehreren maskierten Personen, die auf das Fahrzeug zugerannt seien. Anschließend seien laute Schreie und ein kurzer Tumult zu hören gewesen, bevor die Täter mit einem Fluchtauto in Richtung Steglitz davonfuhren. Die alarmierte Polizei sperrte daraufhin ein großes Gebiet rund um den Tatort ab, um Spuren zu sichern und Zeugen zu befragen. Ein Hubschrauber der Polizei war zur Fahndung aus der Luft im Einsatz.
Die Mitarbeiterin des Geldtransportunternehmens, die alleine im Fahrzeug saß, wurde von den Einsatzkräften vor Ort zunächst betreut. Sie zeigte starke Anzeichen eines Schockzustandes und wurde vorsorglich in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Ihrem Zustand nach wird nicht von körperlichen Verletzungen ausgegangen. Die psychologische Betreuung der Betroffenen steht im Vordergrund. Die Polizei Berlin sucht nun mit Hochdruck nach den Tätern und bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe. Insbesondere Zeugen, die im Bereich Gallwitzallee und den angrenzenden Wohnstraßen wie der Schmidt-Ott-Straße oder der Malteserstraße etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der bekannten Notrufnummer 110 zu melden.
- Vorfall ereignet sich gegen 14:30 Uhr
- Maskierte Personen überfallen Geldtransporter
- Mitarbeiterin erlitt Schock
- Polizei sperrt Tatort ab
- Fahndung mit Hubschrauber im Einsatz
- Öffentlichkeit um Mithilfe gebeten
Solche Überfälle sind in Berlin zwar selten, aber nicht beispiellos. Im Jahr 2023 verzeichnete das Landeskriminalamt Berlin insgesamt sieben Überfälle auf Geld- und Werttransporter. Die Aufklärungsquote bei diesen schweren Raubdelikten lag bei etwa 43 Prozent. Der letzte spektakuläre Überfall in Lankwitz selbst liegt mehrere Jahre zurück. Der heutige Vorfall löst bei Anwohnern und Gewerbetreibenden in dem als familienfreundlich und ruhig geltenden Stadtteil große Besorgnis aus.
„Das ist schockierend und passiert hier eigentlich nie. Man fühlt sich plötzlich unsicher“, berichtet eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht nennen möchte. Ein Ladenbesitzer in der Nähe ergänzt: „Es war mittags, viele Leute waren unterwegs. Die Dreistigkeit der Täter ist unfassbar.“ Die Polizei prüft derzeit, ob es sich um eine gezielte Tat handelte oder ob die Täter zufällig auf den Transporter trafen. Die Ermittlungen der Direktion Raubdelikte des Landeskriminalamtes Berlin laufen auf Hochtouren.
| Jahr | Anzahl Überfälle | Aufklärungsquote |
|---|---|---|
| 2023 | 7 | 43% |
Für die Bewohnerinnen und Bewohner in Lankwitz und den umliegenden Stadtteilen ist der Vorfall ein einschneidendes Erlebnis, das das Sicherheitsgefühl im Kiez nachhaltig beeinträchtigen kann. Die Polizei wird in den kommenden Tagen die Präsenz in der Gegend verstärken, um die subjektive und objektive Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Der Staatsschutz wurde zunächst nicht eingeschaltet, da bisher keine Hinweise auf einen terroristischen oder politisch motivierten Hintergrund vorliegen.
Wer Hinweise geben kann, insbesondere zu dem Fluchtauto oder den flüchtigen Personen, wendet sich bitte an jede Polizeidienststelle oder ruft direkt 110 an. Die Ermittler sind auf jede Information angewiesen, um die Täter schnellstmöglich festnehmen zu können.