Die Frankfurter Innenstadt wird heute Nachmittag zum Schauplatz eines bundesweiten Protesttages der sogenannten Generation Z. Zwei Demonstrationen sind angemeldet. Die größere wurde von der Initiative «Gen Z regelt» organisiert. Sie fordert mehr Klimaschutz, Maßnahmen gegen hohe Lebenshaltungskosten und lehnt die Wehrpflicht ab. Die Polizei ist mit einem Großeinsatz vor Ort und warnt vor erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Die Behörden gehen von einem überwiegend friedlichen Verlauf aus. Dennoch sind die Sicherheitsvorkehrungen hoch. Hintergrund sind Bilder von Ausschreitungen bei ähnlichen Protesten in Frankreich. Am Freitag haben bereits viele Geschäfte in der City vorsorglich ihre Schaufenster mit Holzplatten gesichert.
Die Polizei bereitet sich auf verschiedene Szenarien vor. Frankfurts Polizeipräsident Stefan Müller sagte, Gefahr könne nicht nur von politisch Motivierten ausgehen sondern auch von «erlebnisorientierten Jugendlichen». Denkbar seien:
- Blockaden
- Schmierereien
- kleinere Brandstiftungen
- massive Verkehrsbehinderungen
- Vermummungsverbot
- Verbotsverstoß von Pyrotechnik
Das hessische Innenministerium hat zudem Erkenntnisse, dass etwa 80 gewaltbereite Linksextremisten anreisen könnten. Innenminister Roman Poseck spricht von einer «angespannten» Lage.
«Wir werden dafür sorgen, dass Verhältnissen wie in Frankreich nicht ansatzweise entstehen», versprach Müller. Die Polizei ist stark aufgestellt. Einsatzwagen, Wasserwerfer und Drohnen stehen bereit. Für Sie als Anwohner oder Besucher der Innenstadt bedeutet das: Rechnen Sie mit massiven Verkehrsproblemen. Planen Sie mehr Zeit ein und meiden Sie nach Möglichkeit die Demonstrationsroute.
| Details | Größere Demo | kleinere Demo |
|---|---|---|
| Startzeit | 14 Uhr | 14 Uhr |
| Teilnehmerzahl | 9.000 | 1.000 bis 2.000 |
| Zusätzliche Städte | mehr als 30 | Hessen (Kassel, Eschwege) |
Die Initiatoren von «Gen Z regelt» lehnen Gewalt ausdrücklich ab. Ihr Protest richtet sich gegen eine Politik, die aus ihrer Sicht die Zukunft ihrer Generation verspielt. Die hohe polizeiliche Präsenz soll heute verhindern, dass friedliche Absichten von gewaltbereiten Einzelpersonen oder Gruppen unterwandert werden. Der Tag wird zeigen, wie diese Spannung zwischen legitimer Protestkultur und Sicherheitsbedenken in unserer Stadt ausgeht.