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Nachrichten Lokal > Nachrichten > München > Green Revolution: Dominik Krause Becomes Munich’s Mayor
München

Green Revolution: Dominik Krause Becomes Munich’s Mayor

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: März 30, 2026 3:34 pm
Julia Becker
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Die Überraschung steht ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. „Irre», bringt Dominik Krause noch heraus. Dann breitet sich ein fast spitzbübisches Lächeln auf seinem Gesicht aus. Unten in der Halle tobt die Menge zum Wiesn-Kracher „Bella Napoli». Die Grünen sind im absoluten Jubelrausch. Sie feiern ihren neuen Helden. Der gerade mal 35-jährige Dominik Krause hat eine politische Sensation vollbracht. Er ist der neue Oberbürgermeister von München. Ein grüner OB in der bayerischen Landeshauptstadt – das ist mehr als nur ein Wachwechsel.

Es ist das Ende politischer Gewissheiten, die Jahrzehnte lang galten. Die bayerische Landeshauptstadt war immer SPD-Hoheitsgebiet. Seit 1948 regierten die Sozialdemokraten an der Isar. Nur eine kurze Unterbrechung gab es zwischen 1978 und 1984 unter Erich Kiesl von der CSU. Seine Amtszeit war von Skandalen überschattet. Danach kamen wieder glanzvolle SPD-Namen: Hans-Jochen Vogel wurde mit nur 34 Jahren der jüngste Oberbürgermeister einer deutschen Millionenstadt. Die Münchner erinnern sich noch heute gern an die „Bürgerkönige» Georg Kronawitter und Christian Ude. Zuletzt regierte zwölf Jahre lang Dieter Reiter die Stadt.

Der 67-jährige Reiter galt als unbesiegbar. So trat er auch auf. Er machte kaum Wahlkampf. Eine Affäre um eine ungenehmigte Zahlung von 90.000 Euro für seine Dienste beim FC Bayern wischte er einfach weg. Seine Überheblichkeit kam bei den Münchnern nicht gut an. Die Wechselstimmung breitete sich wie ein Virus in der Stadt aus. „Ich hab’s verbockt, es ist meine Schuld», sagte Reiter nach der Niederlage geknickt. Er meldete sich anschließend krank. Zurück blieb eine konsternierte SPD, die nicht verstand, wie ihr das passieren konnte.

Der große Unbekannte aus Moosach

Viele Münchner stellten sich erst kurz vor der überraschenden Stichwahl die Frage: Wer ist eigentlich dieser Dominik Krause? Klar, er war Zweiter Bürgermeister der Stadt. Einmal machte er Schlagzeilen, als er das heilige Oktoberfest als „weltweit größte offene Drogenszene» bezeichnete. Das sorgte für Aufregung in der Stadt. Aber sonst kannte man ihn kaum in der breiten Öffentlichkeit.

Dabei ist Dominik Krause ein echtes „Münchner Kindl». Er wuchs in den Stadtteilen Moosach und Untermenzing auf. Nach dem Abitur leistete er seinen Zivildienst an einer Montessorischule ab. Danach studierte er Physik. Zur Politik kam er nach eigenen Aussagen durch einen Neonazi-Aufmarsch. Das Erlebnis schockierte ihn so sehr, dass er sich den Grünen anschloss. Mit nur 23 Jahren wurde er 2014 zum ersten Mal in den Münchner Stadtrat gewählt. Ab 2016 saß er im Fraktionsvorstand der Grünen.

Seine politischen Weggefährten beschreiben ihn als Vertreter einer harten grünen Linie. Als die damalige Fraktionsvorsitzende überraschend in die Wirtschaft wechselte, rückte Krause nach. Mit seinem Amtsantritt als Zweiter Bürgermeister wurde er konzilianter, wie Mitstreiter berichten. Seine grünen Wurzeln gab er aber nie auf. Den Ausbau der Solarenergie in München kann er als persönlichen Erfolg verbuchen. Die Erweiterung des Radwegenetzes lief dagegen nicht so gut wie erhofft.

„München ist bunt» und der „Bürgaymeister»

Sein Engagement beim einflussreichen Verein „München ist bunt» spielte bei seinem Wahlerfolg eine wichtige Rolle. Krause trommelte im Wahlkampf bewusst für sich als „Bürgaymeister». Der erste Gruß nach seinem Triumph ging an seinen Verlobten Sebastian, einen Arzt. „Die Liebe meines Lebens», sagte Krause gerührt. Diese Offenheit kam bei vielen Münchnern gut an. Sie sahen in ihm einen modernen, authentischen Politiker.

Das Wahlkampfmotto der Grünen hieß „Weil mehr geht». Aber was genau geht mehr in München? Das Geld ist auch in der bayerischen Landeshauptstadt knapp. Auf teure Wahlversprechen hat der 35-Jährige deshalb klug verzichtet. Klimaschutz und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs koppelte er an die Finanzlage der Stadt. Nur eines versprach er konkret: den Bau von 50.000 neuen Wohnungen.

Nach seiner Wahl zum Oberbürgermeister will er „in den ersten Tagen mit Grundeigentümern Gespräche führen». In einer Stadt, in der die durchschnittlichen Quadratmeterpreise in der Altstadt bei 28 Euro liegen, weckt das große Hoffnungen. Zum Vergleich: In Berlin zahlt man durchschnittlich 17 Euro pro Quadratmeter. Allerdings scheiterten schon alle seine Vorgänger im Kampf gegen den Mietwucher. Die Wohnungsfrage ist Münchens größte soziale Herausforderung.

Die politische Großwetterlage in Bayern

Knapp 700 Meter Luftlinie vom Münchner Rathaus entfernt beobachtet Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in der Staatskanzlei die Entwicklung genau. Die SPD-Granden in der Landeshauptstadt waren nie ernsthafte Konkurrenz für die CSU. Zu schwach ist die Partei auf Landesebene. Aber die Grünen sind mittlerweile drittstärkste Kraft im Landtag nach CSU und Freien Wählern. Ein erfolgreicher grüner Oberbürgermeister in München kann der Partei zusätzlichen Schub verleihen.

Die Grünen haben in München schon lange eine starke Basis. In vielen Stadtvierteln wie Schwabing, der Maxvorstadt oder Haidhausen sind sie seit Jahren stark. Die Partei profitiert von einer jungen, gut ausgebildeten Wählerschaft. Viele arbeiten in der Kreativwirtschaft, im IT-Sektor oder in sozialen Berufen. Sie wünschen sich eine Stadt, die ökologischer und sozialer wird.

Krause muss nun beweisen, dass die Grünen regieren können. Er steht vor gewaltigen Herausforderungen. Die Wohnungsnot ist akut. Tausende Familien finden keine bezahlbare Bleibe. Der öffentliche Nahverkehr ist überlastet. Die U-Bahnen sind in der Rushhour überfüllt. Die Straßen sind verstopft. Die Stadt wächst rasant. Jeden Monat ziehen Tausende Menschen nach München.

Konkrete Schritte für die Zukunft

Krause kündigte bereits erste Schritte an. Er will das Sozialreferat stärken. Mehr Geld soll in die Obdachlosenhilfe fließen. Die Stadt zählt über 10.000 Menschen ohne feste Wohnung. Auch die Kinder- und Jugendhilfe soll ausgebaut werden. Krause verspricht mehr Betreuungsplätze in Kitas und Horten. Viele Eltern warten monatelang auf einen Platz.

Beim Klimaschutz will er aufs Tempo drücken. München soll bis 2035 klimaneutral werden. Dafür braucht es massive Investitionen in erneuerbare Energien. Die Stadtwerke sollen mehr Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden installieren. Auch der Radverkehr soll gefördert werden. Krause verspricht sichere Radwege in allen Stadtteilen.

Die Opposition im Stadtrat ist skeptisch. Die CSU warnt vor „grüner Ideologie». Man dürfe die Autofahrer nicht vergessen. Die SPD muss ihre Wunden lecken. Die Partei verlor nach Jahrzehnten die Macht. Sie wird Krause kritisch begleiten. Die Freien Wähler fordern pragmatische Lösungen statt grüner Träumereien.

Die erste große Bewährungsprobe

Aber bis dahin muss Krause erst eine besondere Bewährungsprobe bestehen. Sie wird weltweit beobachtet und ist doch tiefstbajuwarisches Kulturgut. Im Herbst darf er das Oktoberfest eröffnen. Er muss das erste Fass anzapfen. Zwei Schläge sind das Maß aller Dinge für die erste Maß. Viel mehr sollten es nicht sein. Sonst wird’s schon kritisch mit der Karriere eines Münchner Oberbürgermeisters.

Das Oktoberfest ist mehr als nur ein Volksfest. Es ist ein Symbol für München. Es steht für bayerische Tradition und Lebensfreude. Für die Münchner ist es ein Heiligtum. Wie wird ein grüner Oberbürgermeister mit dieser Tradition umgehen? Krause hat bereits signalisiert, dass er die Wiesn respektiert. „Ich freue mich auf die Wiesn», sagte er nach seiner Wahl. Er wolle die Tradition bewahren.

Seine Wahl zeigt, dass sich München verändert. Die Stadt wird jünger, bunter und grüner. Alte politische Gewissheiten gelten nicht mehr. Die SPD verlor ihre Bastion. Die Grünen sind auf dem Vormarsch. Dieser Wandel spiegelt sich in vielen deutschen Großstädten wider. In Stuttgart, Freiburg oder Bonn regieren ebenfalls Grüne.

Was bedeutet das für München?

Für die Münchner bedeutet Krauses Wahl vor allem eines: Veränderung. Die Stadt wird sich in den nächsten Jahren stark wandeln. Der neue Oberbürgermeister steht für eine andere Politik. Er verspricht mehr Bürgerbeteiligung. Wichtige Entscheidungen sollen nicht mehr nur im Rathaus getroffen werden. Die Bürger sollen mitreden können.

Krause kündigte an, regelmäßig Bürgersprechstunden abzuhalten. Er will in die Stadtteile gehen. Er will hören, was die Menschen bewegt. Diese Bürgernähe könnte ihm helfen, Vertrauen aufzubauen. Denn viele Münchner kennen ihn noch nicht gut genug.

Die nächsten Monate werden entscheidend sein. Kann Krause liefern? Kann er seine Versprechen einhalten? Die Münchner werden ihn daran messen. Sie erwarten konkrete Ergebnisse. Besonders beim Wohnungsbau müssen schnell Erfolge her. Die Menschen sind ungeduldig.

Dominik Krause hat Geschichte geschrieben. Er ist der erste grüne Oberbürgermeister Münchens. Er steht für eine neue Generation von Politikern. Jung, weltoffen und progressiv. Seine Wahl zeigt, dass die Zeit reif ist für Veränderung. Ob er die hohen Erwartungen erfüllen kann, wird sich zeigen. Die Münchner werden ihm genau auf die Finger schauen. Und ganz Bayern wird beobachten, ob ein Grüner im Söder-Land erfolgreich regieren kann.

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VonJulia Becker
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Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
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