Die Tradition verpflichtet – und die Gemeinschaft hält zusammen. Beim traditionellen Herbert-Hermanns-Lauf zum Auftakt des Himmelgeister Schützenfestes zeigte sich auch in diesem Jahr wieder das große Herz des Stadtteils. Unglaubliche 1641 Euro kamen bei der wohltätigen Laufveranstaltung zusammen, die vollständig krebskranken Kindern und ihren Familien zugutekommen werden.
Der Lauf, der jedes Jahr am Freitag vor dem Schützenfest die Feierlichkeiten einläutet, ist mehr als nur ein sportliches Ereignig. Er ist ein starkes Symbol der Solidarität, benannt nach dem langjährigen und unvergessenen Schützenbruder Herbert Herrmanns. Was mit einer bescheidenen Idee begann, hat sich zu einem festen und emotionalen Bestandteil des Himmelgeister Gemeinschaftslebens entwickelt. Die Teilnehmer, ob jung oder alt, erfahrene Läufer oder gemütliche Walker, eint dabei ein Ziel: gemeinsam etwas zu bewegen, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.
„Die Stimmung am Start war einfach unbeschreiblich“, berichtet Schützenkönig Michael Berger, der selbst mit an der Strecke stand. „Man sieht die vertrauten Gesichter aus dem ganzen Viertel, alle sind mit einem Lächeln dabei, und jeder weiß, warum er hier läuft. Das ist gelebte Nachbarschaft.” Die Strecke führte die Teilnehmer, die mit einer Spende von mindestens fünf Euro an den Start gingen, durch die malerischen Straßen Himmelgeists – vorbei an alten Bauernhöfen, vertrauten Gärten und dem Rhein.
Die beeindruckende Summe von 1641 Euro ist nicht einfach nur eine Zahl. Sie steht für unzählige kleine Gesten: für das Fünfeuro-Startgeld der Kinder, für die extra Großzügigkeit mancher Anwohner, die am Straßenrand anfeuerten und spontan etwas in die Sammeldose steckten, und für die Mühe der vielen freiwilligen Helfer des Schützenvereins. Jeder Euro bedeutet ein Stück mehr Unterstützung für Familien, die in einer der schwersten Zeiten ihres Lebens stehen.
Die Spende geht an die Elterninitiative für krebskranke Kinder Düsseldorf e.V. Diese lokale Organisation ist seit Jahrzehnten eine unverzichtbare Stütze für betroffene Familien, nicht nur in der Uniklinik Düsseldorf. Sie finanziert beispielsweise dringend benötigte psychosoziale Betreuung, hilft bei den oft entstehenden finanziellen Nöten und sorgt dafür, dass Geschwisterkinder nicht vergessen werden. „Wir wissen genau, dass das Geld hier in der Region und bei den Menschen ankommt, die es am dringendsten brauchen”, erklärt Vereinspräsident Thomas Schmidt. „Diese Verbindung von lokaler Tradition und konkreter Hilfe direkt vor unserer Haustür macht die Sache so besonders.”
Das Himmelgeister Schützenfest selbst, das am Samstag mit dem traditionellen Ausmarsch und dem Königsschießen offiziell begann, lebt von genau diesem Geist. Es ist kein isoliertes Vereinsfest, sondern ein Spiegelbild der Gemeinschaft. In Zeiten, in denen das Vereinsleben mancherorts nachlässt, zeigt Himmelgeist, wie Tradition und modernes Gemeinschaftsgefühl zusammenwachsen können. Der Herbert-Hermanns-Lauf ist dafür das perfekte Beispiel: Er verbindet Sport, Geselligkeit und karitatives Engagement auf eine selbstverständliche Art und Weise.
| Punkte der Teilnahme |
|---|
| Gemeinsames Ziel |
| Solidarität |
| Traditionelle Werte |
| Hilfe für lokale Familien |
| Besondere Atmosphäre |
| Vereinsengagement |
Die gesammelten 1641 Euro sind daher mehr als nur ein erfolgreiches Spendenergebnis. Sie sind ein messbares Zeichen für den Zusammenhalt, der Himmelgeist auszeichnet. Sie beweisen, dass in einem Stadtteil, der sich seinen dörflichen Charakter bewahrt hat, die Menschen füreinander einstehen. Während das Schützenfest mit seinem Festzelt und dem bunten Programm noch bis Montag die Gemeinschaft feiert, hat es mit dem Lauf bereits seinen wertvollsten Beitrag geleistet: konkrete Hilfe für die Schwächsten und ein klares Bekenntnis dazu, dass in Himmelgeist niemand alleingelassen wird.