Die Nachttischlampe wirft diese bekannten Lichtmuster auf die Wand. Sie sind für mich immer ein Zeichen der Hochsommernächte gewesen. Jetzt, Anfang August, erinnern sie mich daran: Das Wetter spielt uns noch einmal den alten, ermüdenden Song vor. Die nächste Hitzewelle steht bevor.
Ab Dienstag breitet Hoch »Olaf« seine heiße Decke über Deutschland aus. Bereits am Mittwoch ist es verbreitet heiss, sagt Jacqueline Kernn vom Deutschen Wetterdienst. Das Thermometer klettert auf 30 bis 35 Grad, am Rhein sogar bis 37. Mich macht nachdenklich, dass die Nächte kaum noch Abkühlung bringen. Experten sprechen dann von tropischen Nächten, wenn es nachts nicht unter 20 Grad fällt. Das ist ein Zustand, der für viele Menschen eine echte Belastung darstellt.
In Südeuropa toben bereits Waldbrände mit dramatischen Folgen. In Frankreich sind die Flammen nur noch »30 Kilometer von Bordeaux entfernt«, berichtet Innenminister Laurent Nuñez. Auf Satellitenbildern verbinden sich die Rauchwolken über Spanien und Frankreich. Das Bild einer gemeinsamen, grenzüberschreitenden Notlage. Ich erinnere mich an die drückende Luft bei uns im letzten Sommer, als selbst der Wind nur noch warme Luft bewegte.
Diese Hitzewellen sind keine isolierten Ereignisse mehr. Sie sind Teil eines Musters, das wir alle inzwischen kennen. Während ich die Fenster heute Nacht noch einmal öffne, frage ich mich: Wie oft werden wir diese Saison noch von Hochdruckgebieten mit Vornamen begrüßt? Und wann hören wir auf, uns an die tropischen Nächte zu gewöhnen?
- Hitzewelle breitet sich aus
- Temperaturen von 30 bis 37 Grad
- Kaum nächtliche Abkühlung
- Waldbrände in Südeuropa
- Rauchwolken über Spanien und Frankreich
- Veränderung klimatischer Muster
| Tag | Temperatur (Grad) | Bemerkungen |
|---|---|---|
| Dienstag | 30-35 | Hoch »Olaf« erreicht Deutschland |
| Mittwoch | 30-37 | Erwartete Höchsttemperaturen |
| Nächste Woche | Über 30 | Potenzielle neue Hitzewelle |