Menschen hinter Gittern – das Thema bewegt mich immer wieder. Jetzt nimmt sich der neue rheinland-pfälzische Justizminister Helmut Martin (CDU) diesem Bereich besonders an. Sein Fokus liegt klar auf dem Justizvollzug, einem Feld zwischen Strafe, Schutz und der Chance auf Neuanfang.
„Das ist mir ein echtes Herzensanliegen“, betont Martin. Er sieht eine gesellschaftliche Verantwortung, sowohl für den Rechtsfrieden als auch gegenüber Inhaftierten. Resozialisierung sei kluge Politik und gut investiertes Geld, auch wenn der Erfolg erst nach der Entlassung sichtbar werde. In den Anstalten gibt es ein breites Ausbildungsangebot, von Schuhmachern bis zu Gärtnern. Doch die Gefängnisse sind voll. „Die Gefängnisse sind an der Kapazitätsgrenze“, stellt der Minister klar. Der offene Vollzug könnte Entlastung bringen, gerade für Ersatzhaftfälle. Ich erinnere mich an einen Bericht über einen Mann, der wegen nicht bezahlter Geldstrafe einsaß. Sein Fall zeigt, wie wichtig differenzierte Lösungen sind.
- Sanierung der JVA Wittlich bis 2032
- Neubau in Zweibrücken für verurteilte Mütter mit Kleinkindern
- Ausbildungsangebote in Gefängnissen
- Offener Vollzug als Entlastungsmöglichkeit
- Resozialisierung als politische Strategie
- Verantwortung gegenüber der Gesellschaft
Große Projekte stehen an, wie die Sanierung der JVA Wittlich bis 2032. Ein besonderes Anliegen ist Martin der Neubau in Zweibrücken für verurteilte Mütter mit Kleinkindern. „Das finde ich sehr wichtig, denn das Kind kann nichts für die Situation, aber braucht seine Mutter.“ Dieses Projekt, bis 2031 geplant, unterstreicht einen zeitgemäßen, menschenorientierten Ansatz im Strafvollzug. Er zeigt, dass Justiz heute mehr bedeutet als reine Verwahrung. Es geht um Verantwortung und die langfristige Integration – eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft.
| Projekte | Ziel | Fertigstellung |
|---|---|---|
| Sanierung JVA Wittlich | Modernisierung der Haftanstalt | 2032 |
| Neubau Zweibrücken | Unterbringung für Mütter mit Kindern | 2031 |