Der Winter zeigt sich von seiner unbarmherzigen Seite. Seit gestern Abend hüllt Schnee weite Teile Niedersachsens in eine weiße Decke. Auf den Straßen herrscht spiegelglatte Gefahr. Für viele Schülerinnen und Schüler bedeutet das: Daheimbleiben statt Schulbank drücken.
«Die Sicherheit unserer Kinder hat absolute Priorität», erklärt Matthias Krömer vom Landkreis Göttingen. Die Entscheidung zum Schulausfall sei unvermeidbar gewesen. In zahlreichen Landkreisen wie Göttingen, Northeim und Holzminden bleiben die Schulen geschlossen. Der Präsenzunterricht entfällt komplett. Stattdessen findet vielerorts Distanzlernen statt.
Ich selbst erlebte heute früh das Ausmaß der Glätte. Mein kurzer Weg zum Briefkasten wurde zur Rutschpartie. An sichere Schulwege war nicht zu denken. Besonders betroffen sind ländliche Regionen, wo Schulbusse kaum durchkommen.
Die Wetterdienste warnen weiterhin. Bis mindestens Mittwoch sollen die winterlichen Verhältnisse anhalten. Eltern sollten die Informationskanäle ihrer Schulen im Auge behalten.
Diese weiße Unterbrechung des Schulalltags zeigt, wie abhängig unser durchgetaktetes Leben von Naturgewalten bleibt. Während die Kinder den unverhofften Schneetag feiern, stellt er Eltern vor Betreuungsherausforderungen. Der Winter fordert Flexibilität – eine Lektion jenseits des Lehrplans.