Tiago Tomás hat in der Vorbereitung des VfB Stuttgart bislang auf sich aufmerksam gemacht. Der 21-jährige portugiesische Stürmer, der in dieser Saison vom Sporting Lissabon fest verpflichtet wurde, liefert in den Testspielen überzeugende Argumente dafür, dass er eine Schlüsselfigur für die kommende Bundesliga-Saison werden könnte. Mit seiner Schnelligkeit, seinem Torriecher und seiner Beweglichkeit ohne Ball füllt er genau jene Lücke, die der VfB nach dem Abgang von Serhou Guirassy in seinem Kader hatte. Trainer Sebastian Hoeneß zeigt sich beeindruckt von der schnellen Integration und der professionellen Einstellung des Youngsters.
Die Nachricht von der Verpflichtung Tiago Tomás‘ war für viele VfB-Fans im Frühjahr ein echtes Statement. Nach einer herausragenden Saison mit der Champions-League-Qualifikation als Ziel war klar, dass der Verein in der Transferphase nachlegen musste. Der feste Transfer, über den Medien wie der Stuttgarter Zeitung berichteten, soll eine Ablösesumme im unteren einstelligen Millionenbereich betragen – ein überschaubares Investment für einen Spieler mit solchem Potenzial. Tomás ist kein unbeschriebenes Blatt. Bereits in der vergangenen Saison war er an den VfB ausgeliehen und sammelte wertvolle Erfahrungen in der Bundesliga. Jetzt, mit dem Druck eines möglichen Rückwechsels nach Lissabon, scheint er noch entschlossener und präziser aufzutreten.
In den bisherigen Freundschaftsspielen war Tomás nicht zu übersehen. Ob als hängende Spitze neben dem Torjäger Deniz Undav oder eingewechselt auf den Flügeln – seine technische Sauberkeit und sein offensives Timing fallen positiv auf. Besonders sein Tor im Test gegen den FC Luzern, wo er nach einem klugen Lauf in die Tiefe und einem präzisen Abschluss traf, unterstrich seine Qualitäten. «Er hat den Willen, sich hier durchzusetzen und ist mit einer großen Lerneifer dabei», sagte Hoeneß kürzlich in einer Pressekonferenz. Diese Einstellung kommt im Mannschaftsgefüge gut an. Er sucht den Kontakt zu Mitspielern wie Undav oder Chris Führich, um Abstimmungsprozesse zu verbessern.
Für die Stuttgarter Gemeinde ist die Entwicklung des Kaders immer auch ein Stück Identitätspolitik. Der VfB steht für eine Mischung aus bodenständiger Arbeit und mutigem Offensivfußball. Die Verpflichtung eines jungen, hungrigen Talents wie Tomás passt perfekt in dieses Bild und wird von den Fans am Cannstatter Kurz gut aufgenommen. In den sozialen Medien und Fan-Foren wird bereits diskutiert, welche Trikotnummer er tragen wird und wie seine Rolle in Hoeneß‘ System aussehen könnte. Solche Diskussionen zeigen die hohe Erwartungshaltung, aber auch die Vorfreude auf einen Spieler, der das Angriffsspiel dynamischer und unberechenbarer machen kann.
- 21 Jahre alt
- Vom Sporting Lissabon verpflichtet
- Schnelligkeit und Torriecher
- Training mit Verletzten
- Vorbereitungs-Tore
- Integration ins Team
Die eigentliche Herausforderung beginnt für Tiago Tomás mit dem ersten Bundesligaspieltag. Dann muss er unter wettkampfmäßigen Bedingungen beweisen, dass er die kontinuierliche Torgefahr bringt, die der VfB braucht. Die Konkurrenz im Sturmzentrum ist groß, mit Undav als gesetztem Stürmer und weiteren Optionen wie Silas oder Länder. Tomás wird sich seinen Platz hart erarbeiten müssen. Doch seine bisherige Leistung in der Vorbereitung gibt Anlass zum Optimismus. Sollte er seinen Frühform bestätigen, hätte der VfB Stuttgart nicht nur einen adäquaten Nachfolger für Guirassy gefunden, sondern womöglich einen Spieler, dessen Marktwert in den kommenden Jahren deutlich steigen könnte. Für die Klubführung um Sportdirektor Fabian Wohlgemuth wäre das der ideale Szenario: sportlicher Nutzen und wirtschaftliche Wertsteigerung in einem. Die Vorfreude in Bad Cannstatt ist auf jeden Fall spürbar.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Alter | 21 Jahre |
| Vorheriger Verein | Sporting Lissabon |
| Position | Stürmer |
| Ablösesumme | Unterer einstelliger Millionenbereich |
| Testspiele | Überzeugende Leistung |
| Erwartungen | Wichtige Rolle in der Bundesliga |