Gerade schaue ich aus dem Fenster auf das vertraute, grüne Schleswig-Holstein. Und muss an gestern denken. An Glückstadt. Was dort am Sonntagabend passierte, wirkt unwirklich. Eine vermutete Windhose fegte durch die Straßen. Sie hinterließ eine Spur aus abgedeckten Dächern und umgeworfenen Gartenhäusern. „Es war ein lautes Rauschen, dann ein Knall“, berichtet eine betroffene Anwohnerin. Plötzlich zeigt sich die Natur von ihrer unberechenbaren Seite.
Laut Polizei sind 40 bis 50 Gebäude beschädigt. Der Schaden geht in die hunderttausende Euro. Menschen mussten kurzzeitig ihre Häuser verlassen. Zum Glück wurde niemand verletzt. Während die Unwetter-Experten von Tornadoliste.de bereits von einem Tornado sprechen, prüft der Deutsche Wetterdienst noch. Parallel sorgte Starkregen im Süden des Landes für Chaos. Auf der A7 bei Bad Bramstedt gab es zwei Unfälle wegen Aquaplaning, mit fünf Leichtverletzten.
Ich erinnere mich an letztes Jahr, als ein heftiges Gewitter über Kiel zog. Das Gefühl der Machtlosigkeit ist ähnlich. Solche Ereignisse rücken unsere Sicherheit ins Wanken. Sie machen deutlich, wie verletzlich unsere geordnete Welt sein kann. Gleichzeitig zeigt sich dann oft der Zusammenhalt. Nachbarschaftshilfe wird plötzlich ganz konkret. In Glückstadt beginnt nun das Aufräumen – und das Nachdenken über die Kräfte, die uns umgeben.
- Vermutete Windhose in Glückstadt
- 40 bis 50 beschädigte Gebäude
- Schäden in hunderttausende Euro
- Keine Verletzten
- Starkregen im Süden
- Unfälle wegen Aquaplaning
| Ereignis | Ort | Folgen |
|---|---|---|
| Windhose | Glückstadt | 40 bis 50 Gebäude beschädigt |
| Starkregen | Süden des Landes | Chaos, Unfälle |
| Unfälle | A7 bei Bad Bramstedt | 5 Leichtverletzte |