In der Münchner Innenstadt müssen Pendler und Anwohner mit erheblichen Einschränkungen im Tramverkehr rechnen. Die Bauarbeiten an den Tramlinien 19, 21 und 16 verzögern sich deutlich, wie die Stadtwerke München (SWM) mitteilten. Rund 25.000 Fahrgäste sind täglich von den Einschränkungen betroffen.
Die ursprünglich bis Ende September geplanten Arbeiten an der Kreuzung Max-Weber-/Rosenheimer Straße dauern nun voraussichtlich bis zum 20. Oktober an. «Die Komplexität der unterirdischen Leitungen hat uns vor unerwartete Herausforderungen gestellt», erklärt Ingo Wortmann, Vorsitzender der SWM-Geschäftsführung. Besonders die Erneuerung der Gleise und die Sanierung der Fahrleitungen benötigen mehr Zeit als geplant. Während der verlängerten Bauphase werden Ersatzbusse eingesetzt, die jedoch aufgrund des dichten Verkehrs oft im Stau stehen.
Für Anwohner bedeutet die Baustelle nicht nur Lärm, sondern auch Umwege. «Ich brauche jetzt fast doppelt so lange zur Arbeit», seufzt Monika Bauer, die täglich vom Ostbahnhof in die Innenstadt pendelt. Die MVG empfiehlt Fahrgästen, auf die U-Bahn auszuweichen oder mehr Zeit einzuplanen. Wer in München unterwegs ist, sollte die MVG-App im Blick behalten.
Nach Abschluss der Arbeiten soll der Tramverkehr zuverlässiger und komfortabler werden. Die Modernisierung ist Teil des Ausbaukonzepts «Tram im Münchner Norden». Bis dahin heißt es für die Münchner: Geduld haben und Umwege in Kauf nehmen.