Stuttgart bereitet sich intensiv auf die kommende Saison vor. Nachdem der VfB am Mittwoch mit der Verpflichtung von Leo Sauer für eine Ablöse von 15 Millionen Euro plus Boni den ersten großen Coup gelandet hat, konzentrieren sich die Gerüchte nun auf mögliche Abgänge im Kader. Im Zentrum steht dabei das vielversprechende Talent Finn Jeltsch.
Der 20-jährige Innenverteidiger zählt zu den größten Hoffnungen im deutschen Fußball und hat sich in der vergangenen Saison bei den Schwaben als Stammspieler etabliert. Diese Entwicklung bleibt nicht unbemerkt. Laut Berichten der Bild und des Transferexperten Ekrem Konur haben sich mehrere europäische Top-Klubs für den jungen Verteidiger interessiert. Der FC Bayern München, der FC Arsenal aus London und der FC Liverpool sollen demnach ein Auge auf Jeltsch geworfen haben und ein Angebot in Höhe von etwa 55 Millionen Euro prüfen.
Für die englischen Vereine wäre Jeltsch eine logische Option. Arsenal sucht nach einer Verstärkung für die verletzungsanfällige Abwehr um William Saliba. Liverpool muss langfristig einen Nachfolger für Ibrahima Konaté finden, der ablösefrei zu Real Madrid gewechselt ist. Das Profil von Finn Jeltsch passt perfekt in die Premier League. Er ist defensiv robust hat eine gute Stellungsspiel und ist mit seinen gefährlichen Vorstößen und seiner Passstärke auch im Spielaufbau eine Waffe. Diese Qualitäten machen ihn für viele europäische Spitzenmannschaften interessant.
Trotz der konkreten Gerüchte können die VfB-Fans vorerst aufatmen. Ein Transfer in diesem Sommer gilt als äußerst unwahrscheinlich. Jeltsch fühlt sich in Stuttgart und unter Trainer Sebastian Hoeneß sehr wohl. Der junge Verteidiger sieht den VfB als idealen Ort für seine weitere Entwicklung. Er schätzt das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wird und die Perspektive, in einem ambitionierten Team regelmäßig Spielpraxis auf höchstem Niveau zu sammeln.
Die Verantwortlichen beim VfB Stuttgart sind sich bewusst, dass sie den talentierten Jeltsch nicht ewig halten können. Sollte der Innenverteidiger in der neuen Saison an seine starken Leistungen anknüpfen und sich vielleicht sogar für die deutsche Nationalmannschaft empfehlen, wird der wirtschaftliche Druck von außen deutlich steigen. Experten gehen dann davon aus, dass eine Ablösesumme deutlich über den jetzt genannten 55 Millionen Euro möglich wäre. Der VfB hat mit klugen Vertragslaufzeiten vorgesorgt und würde in einer solchen Situation in einer starken Verhandlungsposition sein.
Neben Jeltsch gibt es weitere Unruhe im Kader. Besonders um den Stürmer Ermedin Demirovic ranken sich Abgangsgerüchte. Als potenzieller Nachfolger wird der österreichische Youngster Dzenan Pejcinovic von Rapid Wien gehandelt. Die Planungen von Sportdirektor Fabian Wohlgemuth und Trainer Hoeneß sind also noch lange nicht abgeschlossen.
- VfB Stuttgart bereitet sich intensiv auf die Saison vor
- Erste Verpflichtung: Leo Sauer für 15 Millionen Euro
- Talent Finn Jeltsch im Fokus europäischer Klubs
- Gerüchte um mögliche Transfers von Ermedin Demirovic
- Perspektive für Jeltsch in Stuttgart bleibt positiv
- Verantwortliche planen auch für zukünftige Abgänge
| Spieler | Position | Alter | Marktwert (in Millionen Euro) |
|---|---|---|---|
| Finn Jeltsch | Innenverteidiger | 20 | 55 |
| Leo Sauer | Mittelfeldspieler | 21 | 15 |
| Ermedin Demirovic | Stürmer | 25 | 10 |
Die Situation um Finn Jeltsch zeigt exemplarisch den Weg des VfB Stuttgart. Der Verein hat es geschafft, ein Umfeld zu schaffen, in dem junge Talente sprunghaft an Leistung gewinnen und sich zu Bundesliga-Stammkräften entwickeln. Diese Erfolgsgeschichte macht die Spieler natürlich auch für die internationale Konkurrenz attraktiv. Der VfB muss den schwierigen Spagat meistern, einerseits eine sportlich konkurrenzfähige Mannschaft zu halten und andererseits wirtschaftlich notwendige und lukrative Transfers nicht zu blockieren. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie diese Balance im konkreten Fall von Finn Jeltsch und anderen umworbenen Spielern gelingt.