Die neuen Grenzkontrollen prägen mittlerweile das Bild an vielen Bahnhöfen. Man gewöhnt sich fast an die Uniformen, die prüfenden Blicke. Doch die jetzt veröffentlichten Zahlen zeigen: Hinter der sichtbaren Präsenz steckt eine erstaunliche Bilanz. Über 70.000 illegale Einreiseversuche wurden in etwas mehr als einem Jahr verhindert.
Die Daten sind eindeutig. „Besonders die Grenze zu Frankreich steht unter Druck“ erklärt ein Beamter der Bundespolizei. Die meisten Versuche kommen über diese Route. Auffällig ist auch die große Zahl an Menschen, die bereits innerhalb Europas unterwegs sind. Fast 8000 der an Flughäfen Gestoppten kamen aus Schengen-Staaten. Das wirft Fragen auf. Ich erinnere mich an eine Diskussion an einem Kölner Imbiss. Ein Mann sagte: „Kontrolle muss da sein, wo sie wirkt. Sonst ist es nur Theater.“
Die Strategie zeigt offenbar Wirkung, geht aber weit über reine Migrationsabwehr hinaus. Über 11.000 per Haftbefehl Gesuchte wurden festgenommen, fast 2000 Personen aus dem Bereich der politischen Kriminalität. Das sind Dimensionen, die den öffentlichen Diskurs verändern. Die sogenannte Migrationswende ist nicht nur ein politisches Schlagwort, sondern bekommt konkrete Konturen – mit allen gesellschaftlichen und humanitären Abwägungen, die dazugehören.
- Über 70.000 illegale Einreiseversuche verhindert
- Besonders hohe Anzahl an Versuchen über die Grenze zu Frankreich
- Fast 8000 an Flughäfen Gestoppte aus Schengen-Staaten
- Über 11.000 per Haftbefehl Gesuchte festgenommen
- Fast 2000 Personen aus dem Bereich der politischen Kriminalität
- Veränderung des öffentlichen Diskurses
| Kategorie | Zahl |
|---|---|
| Illegale Einreiseversuche | 70.000 |
| Anzahl Festnahmen (Haftbefehl) | 11.000 |
| Anzahl gestoppte Personen (Schengen-Staaten) | 8.000 |
| Politische Kriminalität | 2.000 |