Vor einer knappen Woche übernahm Jens Langeneke als neuer Trainer von Fortuna Düsseldorf. Die Hoffnung war groß. Die Mannschaft sollte endlich aus ihrer Mittelfeld-Lethargie in der 3. Liga aufwachen. Das erste Heimspiel unter seiner Leitung sollte der Befreiungsschlag werden. Es kam anders.
Am Dienstagabend trennten sich die Fortuna und der Aufsteiger SV Meppen im heimischen Merkur Spiel-Arena torlos 0:0. Das Ergebnis fühlt sich wie eine Niederlage an. Für die Ambitionen eines Zweitliga-Absteigers ist es ein herber Rückschlag. Nur ein Sieg aus den ersten sechs Saisonspielen ist eine magere Ausbeute. Die Tabellenplätze im gesicherten Mittelfeld sind kein Ziel, sie sind eine Falle.
Langeneke hatte vor der Partie von einem Kribbeln gesprochen. „Es kribbelt zu 100 Prozent“, sagte er. Auf dem Platz blieb dieses Gefühl jedoch meist aus. Zwar zeigte die Mannschaft in der ersten Halbzeit gute Ansätze. Mittelfeldspieler Jorrit Hendrix traf in der zehnten Spielminute sogar den Pfosten. Die nötige Durchschlagskraft und die clevere letzte Idee fehlten aber über weite Strecken.
Nach der Pause verlor Düsseldorf an Kontrolle und Überlegenheit. Das Spiel wurde zunehmend zäh. Die große Chance zur Führung hatte dann ausgerechnet der Gegner. Meppens Niclas Nadj scheiterte in der 69. Minute aus guter Position. Es war das erste Aufeinandertreffen der beiden Vereine seit März 1998. Es wird wohl nicht lange in Erinnerung bleiben.
Die bittere Krönung für einen frustrierenden Abend kam in der Nachspielzeit. Fortunas Andreas Müller sah in der 91. Minute die Gelb-Rote Karte und muss im nächsten Spiel pausieren. Ein unnötiger Fehler in einer ohnehin angespannten Situation.
Dieses 0:0 ist mehr als nur ein Remis. Es ist ein deutliches Signal. Die Probleme bei Fortuna Düsseldorf sind tiefer liegend. Ein Trainerwechsel allein löst sie nicht. Die Mannschaft wirkt unsicher und ohne klaren Plan in den entscheidenden Momenten. Die Aufstiegsränge rücken in weite Ferne. Die Saison droht, frühzeitig in Bedeutungslosigkeit zu versinken.
Die Geduld der Fans im Düsseldorfer Norden wird auf eine harte Probe gestellt. Sie erwarten zu Recht mehr von einem Team mit diesen Ansprüchen. Jens Langeneke hat jetzt die schwierige Aufgabe, nicht nur taktische Konzepte zu vermitteln, sondern auch den verschütteten Kampfgeist und den Glauben an den Erfolg wiederzufinden. Die Zeit dafür wird knapp. Die Konkurrenz in der 3. Liga schläft nicht.
- Ein Sieg aus den ersten sechs Saisonspielen
- Unnötige Gelb-Rote Karte für Andreas Müller
- Erster Aufeinandertreffen seit März 1998
- Jorrit Hendrix trifft den Pfosten
- Gefühl von Unsicherheit im Team
- Fans erwarten mehr von der Mannschaft
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Trainerwechsel | Jens Langeneke |
| Erstes Heimspiel | 0:0 gegen SV Meppen |
| Platzierung | Mittelfeld in der Tabelle |
| Chancen | Hendrix trifft Pfosten |
| Gelb-Rote Karte | Andreas Müller in der 91. Minute |
| Saisonperspektive | Gefahr der Bedeutungslosigkeit |