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Nachrichten Lokal > Nachrichten > Babyboomer-Immobilien: Preisentwicklung in Baden-Württemberg analysiert
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Babyboomer-Immobilien: Preisentwicklung in Baden-Württemberg analysiert

Anna-Marie Schmidt
Zuletzt aktualisiert: August 25, 2026 3:39 a.m.
Anna-Marie Schmidt
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Wenn ich durch Stuttgart oder Freiburg schlendere, spüre ich fast körperlich diesen Drang nach bezahlbarem Raum. Jeder zweite Gesprächsfetzen dreht sich irgendwie um Wohnungen. Jetzt wird viel über einen «Silver Tsunami» gesprochen – dass nämlich die Babyboomer mit ihren Millionen Immobilien den Markt endlich fluten könnten. Die Hoffnung auf sinkende Preise ist groß, aber die Realität in Baden-Württemberg sieht leider anders aus, wie mir Pekka Sagner vom Institut der deutschen Wirtschaft erklärt.

«Entscheidend ist nicht nur, wie viele Immobilien potenziell frei werden, sondern ob sie dort frei werden, wo junge Haushalte Wohneigentum suchen», sagt der Immobilienökonom. Und genau da liegt der Haken. In begehrten Zentren wie Stuttgart oder Heidelberg bleibt die Nachfrage einfach gigantisch. Ein paar mehr Angebote lösen das Problem der strukturellen Knappheit nicht auf. Ich erinnere mich an einen Freund, der monatelang in Karlsruhe suchte – jede Besichtigung war ein Wettrennen mit Dutzenden Interessenten.

Tatsächlich könnte es Entlastung geben, aber nur in den Regionen, wo viele ältere Eigentümer auf eine schwächere Nachfrage treffen. Sagner nennt da etwa periphere und wirtschaftsschwächere Kreise. Im Bodenseekreis oder der Ortenau, wo der Boomer-Anteil besonders hoch ist, könnte sich also vielleicht etwas bewegen. Persönlich sehe ich das auch bei meinen Eltern im ländlicheren Raum – ihre Generation denkt langsam über Verkleinerung nach, aber wer kauft das große Haus?

«Kurz- und mittelfristig sind Finanzierungskosten, Einkommen und Beschäftigungsperspektiven wichtiger für die Preisentwicklung», so Sagner. Die Demografie ist nur ein langfristiger Faktor. Für junge Familien in den Ballungsräumen bedeutet das: Auf die große Erbschafts-Welle und fallende Preise sollte man sich vorerst nicht verlassen. Der Traum vom Eigenheim bleibt hier vor allem ein Traum – es sei denn, man zieht dorthin, wo andere gerade wegziehen wollen. Ein Teufelskreis, der unsere Städte und ihr soziales Gefüge weiter unter Druck setzt.

  • Drang nach bezahlbarem Raum
  • Silver Tsunami und Babyboomer
  • Immobiliennachfrage in begehrten Zentren
  • Tatsächliche Entlastung in peripheren Kreisen
  • Einkommen und Beschäftigungsperspektiven
  • Der Traum vom Eigenheim
Faktor Einfluss auf Immobilienpreise
Finanzierungskosten hoch
Einkommen hoch
Beschäftigungsperspektiven hoch
Demografie langfristig
Nachfrage strukturell
Erbschafts-Welle unbestimmt
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VonAnna-Marie Schmidt
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Anna-Marie berichtet über Kulturtrends, kulinarische Entdeckungen und das kreative Leben in deutschen Städten. Sie ist bekannt für ihre lebendigen Reportagen über Ausstellungen, Festivals, Mode und das urbane Lebensgefühl. Ihr Ziel ist es, die Vielfalt des kulturellen Lebens vor Ort erlebbar zu machen.
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