Die Eintracht kehrt mit leeren Händen aus Dortmund zurück. Am Samstagnachmittag unterlag die Mannschaft von Trainer Dino Toppmöller dem Spitzenreiter Borussia Dortmund im Signal-Iduna-Park mit 0:1. Den späten Siegtreffer für die über weite Strecken überlegenen Gastgeber erzielte in der 80. Minute der eingewechselte Maximilian Beier.
Vor 81.365 ausverkauften Rängen präsentierte sich das Spiel in der Anfangsphase, wie viele es erwartet hatten. Die Borussen, nach drei anstrengenden Auswärtsspielen in der Europa League und der Liga, übernahmen sofort die Initiative und drückten die Frankfurter in ihre eigene Hälfte. Die Eintracht fand schwer in die Partie und verlegte sich darauf, kompakt zu stehen und auf schnelle Umschaltmomente zu hoffen.
Dortmund kombinierte, Frankfurt wartete. Die Taktik von Toppmöller sah vor, die Räume in der eigenen Abwehrkette eng zu halten und dann mit den schnellen Stürmern Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib loszulaufen. Einige dieser Vorstöße waren gefährlich, doch ein wirklich klares Torchance blieb in der ersten Halbzeit aus. Auch Dortmunds Druck produzierte vor allem Halbchancen. Das beste Angebot hatte Karim Adeyemi, dessen Distanzschuss knapp am Frankfurter Tor vorbeiging. Zur Pause stand es 0:0, ein für die Frankfurter durchaus akzeptables Ergebnis.
Auch nach der Pause änderte sich das Grundgerüst des Spiels nicht. Dortmund blieb die bestimmende Mannschaft, die Eintracht kämpfte verbissen und suchte ihr Heil weiterhin im Konterspiel. Die Frankfurter hatten in dieser Phase eine Portion Glück zur Hand. In der 55. Minute traf Serhou Guirassy nach einer Ecke mit einem Kopfball die Latte des Frankfurter Tores. Es war der bisher gefährlichste Moment der Partie.
Mitte der zweiten Hälfte erhöhte Dortmunds Trainer Niko Kovac den Druck noch einmal. Mit einem Dreifachwechsel brachte er frischen Wind und noch mehr Offensivpower. Die Eintracht hing müde nach den vielen Laufwegen und den langen Verteidigungsphasen. Der Sieg für den BVB war zu diesem Zeitpunkt nur noch eine Frage der Zeit.
Sie kam in der 80. Minute. Nach einem verlorenen Zweikampf im Mittelfeld kam der Ball zu Beier auf der linken Seite. Der junge Flügelspieler zog von der Strafraumkante ab und schoss den Ball sehnlichst ins lange Eck. Frankfurts Keeper Kevin Trapp hatte keine Chance. Das Tor bedeutete die verdiente Führung für Dortmund und den entscheidenden Treffer des Tages.
Für die Eintracht ist diese Niederlage ein herber Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze. Man rutscht in der Bundesligatabelle auf den 13. Platz ab und verliert den direkten Anschluss an die Gruppe der Europapokalaspiranten. Die Mannschaft zeigte zwar Einsatz und Disziplin in der Defensive, aber im Spiel nach vorne fehlte es an Ideen und Durchschlagskraft. Die geplanten schnellen Konters wurden zu selten und zu unpräzise in die Tat umgesetzt.
| Aspekte | Details |
|---|---|
| Ergebnis | 0:1 |
| Trainer Eintracht | Dino Toppmöller |
| Trainer Dortmund | Niko Kovac |
| Stadion | Signal-Iduna-Park |
| Besucher | 81.365 |
| Top Spieler | Maximilian Beier |
Borussia Dortmund festigte unterdessen mit dem Dreier die Tabellenführung. Der Sieg war wichtig für das Selbstvertrauen vor dem Spitzenspiel am kommenden Samstag, wenn der Rekordmeister FC Bayern München im Signal-Iduna-Park zu Gast ist. Für die Dortmunder war es ein arbeitsamer, aber letztlich verdienter Erfolg.
Die Eintracht muss nun schnell nach vorne schauen. Die nächste Chance zur Rehabilitation bietet sich schon am Mittwoch im Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Die Mannschaft wird eine Reaktion zeigen müssen, um die negativen Trends dieser Niederlage zu korrigieren und wieder Punkte für das Saisonziel zu sammeln.