Die historische Mitte Frankfurts verwandelt sich für zwei Tage in eine Großbaustelle. Am Montag und Dienstag wird der Römerberg für den Verkehr gesperrt. Ein gigantischer Turmdrehkran muss über die Dächer gehoben werden. Dies ist der spektakuläre Auftakt zur Generalsanierung der Schirn Kunsthalle.
Die Vollsperrung gilt am 26. und 27. Oktober jeweils von 5 Uhr morgens bis 20 Uhr abends. In dieser Zeit ist der Platz Montagegebiet für die schwere Technik. Der Römerberg zwischen Mainkai und Gerechtigkeitsbrunnen sowie vom Limpurggässchen bis zur Schirn ist dann nicht befahrbar. Für Sie als Fußgänger oder Radfahrer bleibt ein zwei Meter breiter Durchgang an der Absperrung erhalten. Planen Sie Wege in der Innenstadt an diesen Tagen entsprechend.
Der Grund für dieses logistische Großprojekt liegt im Drachengässchen. Dort soll der große Kran stehen. Die enge Gasse ist für die riesigen Tieflader mit den Kranteilen unpassierbar. Die Stadt und die Baufirmen haben deshalb eine kreative Lösung gefunden. Sie nutzen den Römerberg als Transportweg.
- Einzelteile des Turmdrehkrans werden über den Platz gefahren.
- Ein kleinerer Autokran wartet vor dem Restaurant «Schwarzer Stern» in der Bendergasse.
- Die vormontierten Elemente werden über die Dächer der historischen Ostzeile gehoben.
- Sie fliegen direkt ins Drachengässchen.
- Dort wird der große Kran schließlich vollständig zusammengebaut.
- Die Fahrbahn in der Garage wird verstärkt, um Schäden zu verhindern.
Eine weitere Herausforderung ist der Untergrund. Unter dem Römerberg befindet sich eine Tiefgarage. Ihre Decke ist nicht für die extremen Lasten der Kranfahrzeuge ausgelegt. Um Schäden zu verhindern, wird die Fahrbahn in der Garage jetzt verstärkt. Massive Stahlstützen sollen das Gewicht abfangen und die Statik sichern.
Bau- und Planungsdezernent Wolfgang Siefert spricht von einer «logistischen Meisterleistung». Der Aufwand ist enorm, aber notwendig. Die Schirn Kunsthalle, ein zentraler Ort für zeitgenössische Kunst, wird seit 2023 generalsaniert. Das Gebäude aus dem Jahr 1986 bekommt eine komplett neue Fassade aus witterungsbeständigem Naturstein. Auf Dach und Fassaden wird eine große Photovoltaikanlage installiert. Sie soll den Grundenergiebedarf des Hauses decken und einen Beitrag zur klimafreundlichen Stadt leisten.
Für die Dauer der Sanierung bleibt die Schirn geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für das Jahr 2027 geplant. Der jetzt aufgestellte Turmdrehkran wird dann über Jahre das Wahrzeichen der Baustelle sein. Er ist ein sichtbares Zeichen für die Investition in Frankfurts kulturelle Infrastruktur.
| Datum | Uhrzeit | Aktivitäten |
|---|---|---|
| 26. Oktober | 5:00 – 20:00 | Vollsperrung Römerberg |
| 27. Oktober | 5:00 – 20:00 | Vollsperrung Römerberg |
| 2023 – 2027 | N/A | Generalsanierung Schirn Kunsthalle |
Die zwei Tage der Vollsperrung zeigen, wie fragil der Verkehr in der dicht bebauten Innenstadt ist. Eine Baustelle an einem so zentralen Ort hat Welleneffekte. Lieferverkehr, Busse und Anwohner müssen umgeleitet werden. Die Stadt bittet um Verständnis für die unvermeidlichen Einschränkungen. Der kurzfristige Aufwand soll langfristig einen modernen und energieeffizienten Kunstort schaffen, der Frankfurts Mitte weiter bereichert.