Die Rückkehr der Wölfe ist geglückt. An diesem lauen Herbstabend in Mönchengladbach feierte Borussia mit einem 3:1 gegen den favorisierten VfB Stuttgart endlich den ersten Saisonsieg. Die entscheidende Kraft kam von einer völlig unerwarteten Seite. Der 17-jährige Wael Mohya, erst in der 65. Minute eingewechselt, drehte das Spiel auf dem alten Rasen der Bökelberg-Erben komplett auf.
Seine Dynamik sprengte jede Struktur. Gleich sein erster Kontakt war eine Botschaft: Ein schneller Richtungswechsel, dann zog er einfach los. Die sonst so disziplinierte VfB-Abwehr um Waldemar Anton wirkte plötzlich wie festgetreten. Mohya bereitete den Führungstreffer vor und erzwang kurz darauf den Elfmeter zum 3:1. Trainer Gerardo Seoane sagte nach dem Spiel: «Wir kennen diese Qualitäten von ihm aus dem Training. Dass er sie sofort und so konsequent auf den Platz bringt, das ist besonders.» Vom Rang aus sah man, wie seine Frische die gesamte Mannschaft ansteckte. Die müde wirkende Gladbacher Offensive bekam plötzlich neue Räume.
Dieser Sieg ist mehr als drei Punkte. Er ist ein Befreiungsschlag für ein Team, das dringend Selbstvertrauen brauchte. Für Stuttgart bedeutet die Niederlage einen Dämpfer im Meisterschaftsrennen und zeigt defensive Schwächen auf. Die große Frage ist nun, wie Borussia diesen Impuls nutzt. Für Wael Mohya beginnt eine neue Ära. Ein Debüt, das man so schnell nicht vergessen wird. Der junge Wolf hat seine Zähne gezeigt.
- Erster Saisonsieg
- Unerwartete entscheidende Kraft
- Wael Mohya glänzt nach Einwechslung
- Dynamik sprengt Struktur der VfB-Abwehr
- Befreiungsschlag für Gladbach
- Defensive Schwächen bei Stuttgart
| Spieler | Position | Tore | Assists |
|---|---|---|---|
| Wael Mohya | Stürmer | 0 | 1 |
| Waldemar Anton | Verteidiger | 0 | 0 |