Am Westfalenstadion hängt schon der kalte Februarabend, aber im Innenraum brodelt es. Borussia Dortmund erobert nach einem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt die Tabellenspitze. Das ist der 15. Sieg in den letzten 16 Heimspielen gegen die SGE. Diese Zahl spricht eine klare Sprache über diese spezielle Duelle.
In den ersten zwanzig Minuten zeigt der BVB kaum Ermüdung nach den strapaziösen Europa-Reisen. Serhou Guirassy hat zwei klare Chancen. Sein lupfender Versuch verfehlt nur knapp das Ziel. Frankfurt findet danach besser ins Spiel. Ein abgefälschter Schuss von Daniel Svensson klingt an der Latte aus. Younes Ebnoutalib scheitert im Eins-gegen-eins an Gregor Kobel. Trainer Niko Kovac beschreibt die erste Hälfte so: «Wir hatten den besseren Start, aber Frankfurt hat sich gut reingefunden und gefährlich gemacht.»
Nach der Pause bleibt es ein enges Hin und Her. Der BVB findet nicht den entscheidenden Pass in die Spitze, während Frankfurt durch kluge Ballverlagerung immer wieder Luft holt. Die Lösung bringt die Bank. In der 68. Minute kommen Maximilian Beier und Ethan Nwaneri. Nur Sekunden nach seiner Einwechslung zieht Nwaneri aus der Drehung ab. Noah Atubolu hält nochmal glänzend. Doch in der 80. Minute ist sein Können am Ende. Beier setzt zum Schlenzer an und trifft unhaltbar. Vom Auswechselblock aus sieht man die pure Erleichterung in den Gesichtern der Spieler. Dieser Treffer hat Gewicht.
Der Sieg sichert Dortmund die Führung vor dem Klassiker in München. Das gibt moralischen Rückenwind. Für eine Eintracht Frankfurt im Umbruch bleibt nur die Anerkennung für einen kämpferischen Auftritt, aber keine Punkte. Der Fokus beim BVB liegt jetzt voll auf dem Bayern-Spiel. Eine Mannschaft mit dieser Heimstärke und dieser späten Torgefahr reist mit einem guten Gefühl nach Süden.
- 1:0 gegen Eintracht Frankfurt
- 15. Sieg in 16 Heimspielen
- Serhou Guirassy’s Chancen
- Trainer Niko Kovac’s Einschätzung
- Wechsel von Maximilian Beier und Ethan Nwaneri
- entscheidender Schlenzer in der 80. Minute
| Team | Sieg | Niederlage | Unentschieden |
|---|---|---|---|
| Borussia Dortmund | 15 | 1 | 0 |
| Eintracht Frankfurt | 0 | 1 | 0 |