Gerade räume ich den Frühstückstisch ab. Draußen flimmert die Luft bereits über dem Kölner Pflaster. Diese drückende, fast süßliche Hitze kenne ich. Sie kündigt selten Gutes an. Nun warnt der Deutsche Wetterdienst: Auf einen Höllentrip von bis zu 40 Grad folgt eine Orkanfront. Ein gefährliches Wechselspiel.
«Ab dem Nachmittag von Westen Schauer und Gewitter mit Starkregen und schweren Sturmböen», heißt es nüchtern in der Prognose. Besonders im Osten NRWs, der die Verwüstungen von Mitte Juli noch nicht vergessen hat, drohen Böen über 100 km/h. Ein Meteorologe sagte mir gestern am Telefon: «Die Energie in der Atmosphäre ist enorm. Es ist, als spannt man einen Bogen immer weiter.» Ich spüre diese angestaute Spannung. Beim Blick auf den Dom, der in der Hitze zu schwitzen scheint, wird mir mulmig.
Mein Nachbar, ein alter Kölner, schüttelt nur den Kopf. «Dat hätt mer früher och schon jejlöövt, aber nit so heeß un dann so botzartich.» Er hat recht. Die Intensität dieses Pendelschlags zwischen Extremen ist neu. Die Modelle korrigieren sich stündlich, von utopischen 44 Grad nach unten. Doch die Warnung bleibt. Ein kurzer Sommergewinn am Wochenende mit kühlen 12 Grad in der Nacht wirkt da wie ein ferner Trost. Ein atemloses Durchatmen, bevor das nächste Tief vielleicht schon in Formation geht. Das Wetter fühlt sich nicht mehr an wie ein Begleiter, sondern wie ein Gegenspieler.
- Temperaturen bis zu 40 Grad
- Orkanfront droht
- Starkregen und Gewitter
- Böen über 100 km/h
- Intensive Wetterextreme
- Atmosphärische Spannungen
| Wettervorhersage | Tag | Temperatur | Böen |
|---|---|---|---|
| Samstag | 30 Grad | Stark | 60 km/h |
| Sonntag | 12 Grad | Gemäßigt | 30 km/h |
| Montag | 40 Grad | Extrem | Über 100 km/h |