CSD Hamburg: Tausende feiern für Gleichberechtigung – Autofahrer sollten Innenstadt weiträumig umfahren
Der Sommer in Hamburg gehört seit Jahrzehnten auch dem Christopher Street Day (CSD). Am Samstag erwarten die Veranstalter und die Polizei rund 250.000 Menschen, die für Akzeptanz, Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung auf die Straße gehen. Während sich die Stadt in ein buntes Meer der Solidarität verwandelt, müssen sich alle, die mit dem Auto unterwegs sind, auf massive Behinderungen einstellen. Die Polizei Hamburg appelliert klar: „Autofahrer sollten die Innenstadt am Samstag weiträumig umfahren.“
Die große Hauptdemonstration startet ihren Zug um 12 Uhr an der Lübecker Straße. Von dort zieht der bunte und laute Zug auf einer rund dreieinhalb Kilometer langen Route durch das Herz der Stadt: Über Lübeckertordamm, Steindamm, Adenauerallee und Steintorplatz geht es weiter zum Steintorwall, durch die Steinstraße und über den Speersort in die Bergstraße. Der finale Abschnitt führt über die Mönckebergstraße zurück zum Steintorwall, dann über Glockengießerwall und Lombardsbrücke. Entlang dieser gesamten Strecke kommt es von etwa 8 Uhr bis gegen 17 Uhr zu umfangreichen Sperrungen. Parkplätze werden großflächig geräumt, Durchfahrten sind nicht möglich.
„Wir raten ausdrücklich dazu, öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder die eigenen Füße zu nutzen“, so ein Polizeisprecher gegenüber Nachrichten Lokal. Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) stellt sich auf einen starken Anstieg der Fahrgastzahlen ein und wird nach eigenen Angaben mit zusätzlichen Kapazitäten im U- und S-Bahn-Verkehr reagieren. Für alle, die nicht auf das Auto verzichten können, gilt die dringende Empfehlung, einen großen Bogen um die Innenstadt zu machen und frühzeitig alternative Routen zu planen.
Der CSD ist jedoch mehr als nur die Demo am Samstag. Schon ab Donnerstagmorgen beginnen die Vorbereitungen für das begleitende Straßenfest, das von Freitag, 13 Uhr, bis Sonntag, 22 Uhr, die Flächen an der Binnenalster und auf dem Rathausmarkt in eine große Partymeile verwandelt. Hier wird gefeiert, informiert und zusammengekommen. Auch hier sind Verkehrseinschränkungen zu erwarten.
Ein besonderes Highlight im Vorfeld ist der „11. Hamburger Dyke March – für mehr lesbische Sichtbarkeit!“ am Freitagabend. Zwischen 18.30 und 21.30 Uhr werden etwa 1.500 Teilnehmer:innen vom Gänsemarkt über den Johannes-Brahms-Platz und die Feldstraße bis zur Reeperbahn ziehen. Diese Route führt damit auch durch Teile des unterhaltungsreichen Schanzenviertels und St. Pauli, wo es zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen kommen kann.
Für die Hansestadt ist der CSD ein fest verwurzeltes und wichtiges Zeichen der Vielfalt. Die erwartete Teilnehmerzahl von einer Viertelmillion Menschen unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz des Themas. Gleichzeitig ist eine solch große Veranstaltung eine logistische Herausforderung für eine Millionenmetropole. Die koordinierte Planung von Polizei, Veranstaltern und Verkehrsbetrieben zielt darauf ab, dass die Botschaft der Toleranz sicher und sichtbar durch Hamburg getragen werden kann, während der Alltag für alle anderen so reibungslos wie möglich weitergeht.
Wer also am Samstag in Hamburg unterwegs sein muss, sollte sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage informieren, Geduld mitbringen und im Zweifel den ÖPNV wählen. Der CSD ist und bleibt ein Fest der Gemeinschaft – und das verdient seinen Raum in unserer Stadt.
Verhaltensempfehlungen für Autofahrer
- Innenstadt weiträumig umfahren
- Öffentliche Verkehrsmittel nutzen
- Frühzeitig alternative Routen planen
- Bedenken Sie Verkehrsbehinderungen
- Parkplätze werden geräumt
- Geduld mitbringen
Demoroute und Zeitplan
| Zeit | Aktivität | Ort |
|---|---|---|
| 8 Uhr – 17 Uhr | Sperrungen | Innenstadt |
| 12 Uhr | Hauptdemonstration startet | Lübecker Straße |
| Freitag 13 Uhr – Sonntag 22 Uhr | Straßenfest | Binnenalster, Rathausmarkt |
| 18.30 – 21.30 Uhr | Dyke March | Gänsemarkt bis Reeperbahn |