Gerade als die letzten Rauchschwaden über dem Hochmoor in der Abendsonne hingen, traf die Nachricht ein. Die deutschen Einsatzkräfte können abziehen. Nach Tagen der Angst um dieses einzigartige Naturschutzgebiet an der Grenze spürt man hier in der Region erstmals so etwas wie Erleichterung. „Die Lage ist insgesamt unter Kontrolle“, erklärte der Lütticher Gouverneur. Ein Satz, auf den viele gewartet haben.
Besonders der westliche Teil des Brandgebiets sei jetzt stabil. „Wir sind optimistisch“, sagte der örtliche Krisenkommunikator der dpa. Doch im Osten, nah an Deutschland, brennt es noch. 350 Menschen kämpfen dort weiter. Die 75 Feuerwehrleute aus Monschau, die mir ein Kollege noch gestern als „unermüdlich“ beschrieb, werden ihre belgischen Kollegen am Donnerstag ablösen. Ich sehe die erschöpften Gesichter vor mir, die auch aus unserer Nachbarschaft stammen. Die Löschflüge, ein internationales Aufgebot aus Skandinavien, Belgien und Deutschland, donnern weiter über die verkohlte Landschaft.
Die größte unmittelbare Gefahr scheint gebannt. Die Evakuierten aus Kalterherberg sind schon zurück. Ein Nachbar rief gestern an, seine Stimme klang endlich wieder ruhig. Doch was bleibt, ist eine riesige Wunde in der Landschaft. 3000 Hektar des Hohen Venns, dieses sensiblen Moores, sind zerstört – ein Verlust, der mich als Einheimische tief trifft. Es ist der größte Waldbrand hier seit über einem Jahrhundert. Die Natur wird lange brauchen, um sich zu erholen. Der Einsatz endet, aber das Gedenken an das, was hier in Flammen aufging, beginnt erst.
- Erleichterung in der Region
- Stabilisierte westliche Brandgebiete
- Kämpfende Feuerwehrkräfte im Osten
- Rückkehr der Evakuierten
- Zerstörung des Hochmoors
- Erholungszeit der Natur
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Brandfläche | 3000 Hektar |
| Einsatzkräfte | 350 Menschen |
| Feuerwehrleute aus Monschau | 75 |
| Internationale Löschflüge | Skandinavien, Belgien, Deutschland |
| Letzter Waldbrand | Seit über einem Jahrhundert |
| Erholung der Natur | Langfristig erforderlich |