Das Grundgesetz-Denkmal an der Spreepromenade in Berlin-Mitte bekommt ein wichtiges Update. Bis einschließlich Freitag laufen dort Bauarbeiten. Die Stadt will die rutschigen Stahlplatten im Gehweg endlich sicherer machen. Arbeiter rauen die Metallflächen mit einer Sandstrahlanlage auf. Das soll die Verkehrssicherheit für alle Spaziergänger und Radfahrer deutlich erhöhen.
Diese Maßnahme ist längst überfällig. Besonders bei Nässe oder im Winter verwandelten sich die glatten, in den Boden eingelassenen Platten in eine gefährliche Schlitterbahn. Jeder, der hier regelmäßig entlangging, kennt das Problem. Die Entscheidung, jetzt zu handeln, ist ein klares Signal. Die Sicherheit der Menschen im öffentlichen Raum muss Vorrang haben.
Die laufenden Arbeiten bringen allerdings vorübergehend Beeinträchtigungen mit sich. Der Bundestag als Bauherr warnt selbst vor starkem Lärm und Staubentwicklung. Zum Schutz vor dem aufgewirbelten Sand sind einige der markanten Glasscheiben der Kunstinstallation mit Holzbrettern verkleidet. Ein Bauzaun mit Warnschildern sichert die unmittelbare Arbeitsstelle ab.
Diese Schutzmaßnahmen sind notwendig, aber sie verdeutlichen auch den Wert des Denkmals. Die Installation «Grundgesetz 49» von Dani Karavan ist mehr als ein Kunstwerk. Auf 19 fast drei Meter hohen Glasscheiben sind die ersten 19 Artikel unseres Grundgesetzes eingraviert. Sie stehen direkt vor dem Jakob-Kaiser-Haus des Bundestages. Dies ist ein zentraler Ort der politischen Erinnerung und Auseinandersetzung.
Die temporäre Verhüllung einiger Scheiben ist ein seltsamer Anblick. Die klaren Worte des Grundgesetzes sind hinter Holz verborgen. Das wirkt fast symbolisch. Doch es ist ein pragmatischer Schritt, um das Kunstwerk während der notwendigen Instandsetzung des umgebenden Bodens zu schützen. Die Schönheit und Klarheit der Glastafeln sollen ja erhalten bleiben.
Für Anwohner und Besucher bedeutet die Woche nun etwas Geduld. Der Weg entlang der Spree ist teilweise gesperrt. Der Lärm der Bauarbeiten durchbricht die sonstige Ruhe der Promenade. Doch das Ergebnis lohnt sich. Ein sicher begehbarer Bürgersteig, der seinem Namen wieder gerecht wird, ist ein echter Gewinn für die Lebensqualität in der Mitte Berlins.
Die Arbeiten zeigen auch, wie sich der Umgang mit öffentlichem Raum und Kunst im Stadtbild wandelt. Früher wurde ein solcher Mangel vielleicht einfach hingenommen. Heute investieren die Verantwortlichen in die konkrete Sicherheit der Menschen vor Ort. Das ist eine gute Entwicklung. Sie macht unsere Stadt nicht nur schöner sondern vor allem lebenswerter und unfallfrei.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Bauarbeiten | Bis einschließlich Freitag |
| Durchführende | Stadt Berlin |
| Ziel | Sicherheit erhöhen |
| Installation | «Grundgesetz 49» von Dani Karavan |
| Höhe der Glasscheiben | Fast drei Meter |
| Fertigstellung | Am Freitag |
Am Freitag sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann werden die Bretter von den Glasscheiben entfernt. Die Grundrechtsartikel werden wieder unverhüllt im Sonnenlicht glänzen. Und die Besucher können die Worte der Verfassung auf einem Boden lesen, der sie nicht mehr ausrutschen lässt. Das ist ein doppelter Gewinn. Die Würde des Ortes und die Sicherheit der Besucher werden gleichermaßen gestärkt. So soll es sein an einem Ort, der unsere grundlegendsten Rechte feiert.